In einer Fortbildungsveranstaltung der Freiwilligen Feuerwehr Beckedorf informierte der Verkehrssicherheitsberater der Polizeiinspektion Celle, Joachim Ehlers, über die rechtlichen Voraussetzungen und Risiken von Einsatzfahrten mit Sonder- und Wegerechten.
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Archiv der Kategorie: Training
Mettenheim: Sondersignal-Fahrtrainer im Landkreis Mühldorf
Die Ampel ist rot. Der Gegenverkehr fährt schon in die Kreuzung ein. Links vorbei ziehen und als Geisterfahrer einen Unfall riskieren? Drängeln und hoffen, dass die anderen Fahrer eine Gasse bilden? Oder hinter den Autos in Ruhe warten bis die Ampel wieder grün wird? Für normale Autofahrer haben Gesetze und Verkehrsregeln diese Entscheidung getroffen. Feuerwehrleute, die ein Einsatzfahrzeug mit Blaulicht und Martinshorn fahren, müssen diese innerhalb von Bruchteilen einer Sekunde selbst treffen. Weiterlesen
Gastartikel: Fahrsimulatorausbildung bei der Feuerwehr – „Blaulichtfahrten“ werden speziell geschult – Pilotprojekt im Landkreis Starnberg

KBR Markus Reichart, Bild: merkur-online.de
Gastartikel von Markus Reichart, Kreisbrandrat des Landkreises Starnberg, zum im Jahr 2011 durchgeführten Pilotprojekt der Fahrsimulationsausbildung.
Der Artikel erschien im Jahr 2011 auf der (derzeit nicht verfügbaren) Homepage und im Jahresbericht der Kreisbrandinspektion Starnberg.
Anmerkung der Redaktion: der Erfolg dieses Pilotprojektes führte zum Kauf eines eigenen Sondersignalfahrtrainers durch die Bayerische Versicherungskammer und den Landesfeuerwehrverband Bayern e.V.
Immer wieder passieren schwere Unfälle auch mit Feuerwehrfahrzeugen. Leider sind diese oft auf Fahrfehler der jeweiligen Fahrer (Maschinisten) zurückzuführen. Dies ist unter anderem dem Umstand geschuldet, dass die vor allem ehrenamtlichen Einsatzkräfte im Allgemeinen über zu wenig Fahrpraxis verfügen.
Auch im Landkreis Starnberg waren in den vergangenen Jahren immer wieder unverschuldet Einsatzfahrzeuge in Unfälle verwickelt – sowohl bei Einsatz- wie auch bei Übungsfahrten. Diese gingen gottlob in der Regel glimpflich, und vor allem ohne Personenschaden, aus.
Einsatzfahrten gehören mit zu den gefährlichsten Tätigkeiten im Feuerwehrdienst.
Seit dem Jahr 2010 wird bei den Feuerwehren im Landkreis Starnberg das Thema Fahrsicherheit verstärkt in der Aus- und Fortbildung der Einsatzkräfte geschult.
An den angebotenen Fahrsicherheitstrainings für Löschfahrzeuge, die in Zusammenarbeit mit dem ADAC in Augsburg stattfinden, konnten in den vergangenen Jahren bereits 120 Einsatzkräfte teilnehmen.
(Anm. der Redaktion: Weitere Termine am Fahrsicherheitszentrum in Augsburg wurden in den Jahren 2011 und 2012 angeboten, eine Fortführung ist auch für die Folgejahre geplant und in Arbeit)
In der Woche vom 21.02.2011 bis zum 25.02.2011 fand ergänzend eine Fahrsimulator-Ausbildung statt, die speziell die Fahrtaktik bei Fahrten mit Blaulicht und Martinshorn zum Inhalt hatte. Dabei sollten die Teilnehmer insbesondere auf die Gefahren bei einer Einsatzfahrt sensibilisiert werden. Hierzu wurde der Sondersignal-Fahrtrainer des Landkreises Steinfurt/ NRW genutzt, der hierfür diese Woche extra Station im Landkreis Starnberg machte.
Während dieser Ausbildungswoche konnten die Feuerwehren im Landkreis Starnberg nun in einem weiteren Schritt in 13 Ausbildungsgruppen insgesamt 65 Fahrer von Einsatzfahrzeugen und Führungskräfte an einem Fahrsimulator für Sondersignalfahrten schulen. Daneben nehmen auch fünf Angehörige der Wasserwacht Pilsensee und der BRK-Bereitschaft Berg an dieser Ausbildung teil. Die Schulung selbst, die von der Kreisbrandinspektion Starnberg als Pilotprojekt organisiert wurde und in dieser Form erstmalig in Bayern angeboten wird, dauerte je Ausbildungsgruppe ca. 4 Stunden.
Je Ausbildungsgruppe nahmen fünf bis sechs Personen an dieser Schulung teil. Der Ablauf jeder Schulung gliederte sich in eine theoretische Einweisung, eine leichte Einweisungsfahrt sowie zwei Übungsfahrten (unter Benutzung von Sondersignalen) mit unterschiedlichem Schweregrad.
Das Training umfasste u.a.
- unterschiedliche Verkehrsräume (Stadtverkehr, Landstraße, Bundesstraße, ggf. Autobahn)
- unvorhersehbares Verhalten von Verkehrsteilnehmern z.B. Fußgänger an Bushaltestellen
- Überholmanöver und Vorbeifahren unter verschiedenen Sichtbedingungen
- Gassenbildung in unterschiedlichen Verkehrssituationen
- Annähern und Überqueren von Kreuzungen mit unterschiedlichen Vorfahrtregelungen
- plötzliche Ereignisse und Gefahrenwahrnehmung
Alle diese Fahrten wurden jeweils durch zwei erfahrene Trainer aus dem Landkreis Steinfurt ausgewertet und mit den Teilnehmern besprochen. Diese Nachbesprechungen wie auch die Abschlussbesprechung fanden jeweils mit der gesamten Gruppe statt. Somit war der Lern- und Ausbildungseffekt besonders hoch.
Neben den bereits angebotenen Fahrsicherheitstrainings wurde mit dem SondersignalfahrtTrainer (SFT) eine Lücke in der Ausbildung für Fahrten mit Sondersignalen geschlossen.
Mit diesem im Kreis Steinfurt im Herbst 2009 installierten mobilen Trainingsgerät sollen ausschließlich Situationen trainiert werden, die während einer Einsatzfahrt zu Unfällen führen können. Das Würzburger Institut für Verkehrswissenschaften (WIVW) hat in langjähriger Entwicklung mit der Bayrischen Polizei eine Vielzahl von Ereignissen (Szenarien) ausgearbeitet, mit der eine größere Handlungssicherheit auf Einsatzfahrten mit Sonderrechten trainiert werden kann.
Die Verwendung von Sondersignalen (Blaulicht/ Martinshorn) ist in Deutschland in der Straßenverkehrsordnung geregelt. Demnach ist das Einsetzen des Sondersignals auf wenige Ausnahmesituationen beschränkt, um Missbrauch vorzubeugen. Sondersignal darf nur verwendet werden, wenn höchste Eile geboten ist, um
- Menschenleben zu retten oder schwere gesundheitliche Schäden abzuwenden,
- eine Gefahr für die öffentliche Sicherheit und Ordnung abzuwenden,
- flüchtige Personen zu verfolgen oder
- bedeutende Sachwerte zu erhalten.
Um die Sicherheit zu erhöhen und um Unfälle auf Einsatzfahrten durch sicheres Verhalten zu vermeiden, erfolgte mit dieser Ausbildung ein abgestimmtes Praxistraining mit den Zielen
- Konzentration – Konzentration auf die Fahrt / den Verkehr;
- Früherkennung – Situationen im Vorfeld erkennen und richtig einschätzen;
- Handlungssicherheit – auch unter Stress situationsgerecht und vorausschauend handeln.
Der Sondersignal-Fahrtrainer wurde anschließend an die Schulung im Landkreis Starnberg am 25.02.2011 und 26.02.2011 auch bei der Klausurtagung des Landesfeuerwehrverbandes Bayern (LFV) in Unterschleißheim den Feuerwehrführungskräften aus ganz Bayern vorgestellt. Diese sollten ihn kennen lernen und testen können.
KBR Markus Reichart berichtete auf Bitten des LFV-Vorsitzenden Alfons Weinzierl im Rahmen dieser Klausurtagung über die im Landkreis Starnberg abgehaltene Schulung mit dem Sondersignal-Fahrtrainer.
Weitere Informationen zur Ausbildung und den Terminen im Jahr 2013 finden sich in diesem Artikel.
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Nordholz: Sicherheitstraining der Feuerwehr
Eine Einsatzfahrt mit Blaulicht und Sirene. Das heißt Adrenalin pur und bedeutet für die Person am Lenkrad eines Feuerwehrfahrzeugs höchste Konzentration und Anspannung. Gut, wenn das Vertrauen in die eigenen Fähigkeiten im Umgang mit dem Auto durch intensive Schulung solide untermauert ist. Zusammen mit Cuxhavener Feuerwehrleuten haben Mitglieder der Nordholzer Ortsfeuerwehren Spieka und Wursterheide ein Fahrtraining absolviert. Weiterlesen
Bayern: Informationen zum Einsatzfahrt-Simulator SFT
Auf vielfachen Wunsch haben wir mal die Termine, Orte und Ansprechpartner für den SFT für Euch recherchiert. Der Landesfeuerwehrverband Bayern war da sehr hilfsbereit und hat nicht nur die Termine, sondern auch den Ablauf und weitere Informationen für Euch bereitgestellt. Diese Informationen haben wir für Euch ebenfalls verlinkt.
Herzlichen Dank für diese tolle Unterstützung!
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Dingolfing: Fahrsimulator zum Training der Feuerwehr
Fahren unter Stressbedingung mit Blaulicht und Martinshorn – das können seit Montag die Fahrzeugmaschinisten der Freiwilligen Feuerwehren im Landkreis an einem Fahrsimulator übern. Am Montagabend fand die offizielle Indienststellung des Sondersignal-Fahrt-Trainers (SFT) in der Feuerwache Dingolfing durch Innen-Staatssekretär Erhard Eck statt.
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Bedburg-Hau: Feuerwehr wird von Polizei für Einsatzfahrten fitgemacht
Einsatzfahrten mit Blaulicht und Martinshorn sind ein großes Risiko. Unfälle mit Einsatzfahrzeugen mit oft dramatischen Folgen zeigen wie gefährlich Einsatzfahrten tatsächlich sind. Dieses „Risiko“ muss „raus“ aus den Einsatzfahrten. Das Fahren eines Feuerwehrfahrzeuges unter Einsatzbedingungen stellt an die Fahrer sehr hohe Anforderungen. Der Einsatzfahrer muss sein Fahrzeug sicher beherrschen. Alleine in Bedburg-Hau rückten die Wehrmänner im vergangenen 115 Mal aus um schnelle und lebensrettende Hilfe zu leisten.
In Kooperation mit der Kreispolizeibehörde Kleve, der Abteilung Vorbeugung und Prävention, fand jetzt eine Sicherheitsschulung für die Wehrmänner und -frauen statt. Knapp 60 Teilnehmer wurden von den Hauptkommissaren Johannes Look und Werner Michajlezko für Einsatzfahrten “fit” gemacht. Weiterlesen
Einsatzfahrten beim Rettungsdienst – Bericht aus der Praxis
Heute bin ich über eine gute Zusammenfassung einer Kollegin aus dem Rettungsdienst gestolpert, die die Kernprobleme bei Einsatzfahrten gut präsentiert:
Leider kann man Blaulichtfahrten nicht vorne weg üben, sondern es gibt für jeden irgendwann einmal das erste mal, wenn man mit Sondersignal, also Blaulicht und Martinshorn, durch die Gegend fährt.
