Piraten hinterfragen intransparenten Feuerwehrfahrzeugmarkt – Wechsel der Blickrichtung erforderlich

Gestern ist uns ein Artikel der Piraten aus NRW untergekommen, bei dem die Intransparenz von Ausschreibungen und Vergaben von Feuerwehrfahrzeugen angeprangert wurde.

Der Bundestagskandidat Weijers – offenbar ein ehemaliger Redakteur einer Feuerwehr-Zeitung – prangert die Mißstände an.

„In der Verantwortung stehen hier die Stadtverwaltungen, die ohne Ausschreibungen einen hohen finanziellen Schaden für die Städte in Kauf nehmen“, so Bundestagskandidat Weijers. Die derzeitigen Anschaffungen sind zwar günstiger, als üblich, aber im direkten Vergleich zu zeitgleichen öffentlichen Ausschreibungen gleichwertiger Fahrzeuge auf Mercedes oder MAN 4 bis zu 70 000 EUR teurer.“

Dabei sollte er doch vermeintlich besser wissen, was für Feuerwehren wichtig und richtig ist und dass eben genau die Ausschreibungspflicht für Großfahrzeuge die Feuerwehren eher hemmt, als fördert.

Was braucht die Feuerwehr wirklich?

Die Masse der Feuerwehren in Deutschland sind freiwillige Feuerwehren, deren Mitglieder ehrenamtlich tätig sind. Hier gibt es keine fest eingeteilten Maschinisten auf den Fahrzeugen. Da fährt, wer kommt.

Diese Feuerwehren brauchen einen homogenen Fuhrpark, damit sich der Maschinist nicht erst orientieren muss, mit welcher Variante er heute unterwegs ist.

Es gibt ohnehin schon genügend Unterschiede zwischen herstellergleichen Fahrgestellen unterschiedlicher Baujahre, umso wichtiger ist es also, bei der Ausschreibung auf die Wahl des Fahrgestells zu achten.

Die betroffenen Stadtverwaltungen werden dazu aufgerufen, sich in Zukunft mit Hilfe von Ausschreibungsspezialisten die entsprechende Fachkenntnis einzuholen.

Die Leistung der Ausschreibungsspezialisten muss auch bezahlt werden. Wir sind uns sicher, dass die Feuerwehren selbst ein klares Bild dessen haben, was sie gerne im Stall hätten.

So sollen transparente und faire Vergabeverfahren in diesem Markt ermöglicht werden, ganz im Sinne der Sicherheit der Bürger und der eingesetzten Feuerwehrleute.

Dafür sind wir wirklich dankbar. Ehrlich.

Wichtiger wäre für die Feuerwehren und anderen Hilfsorganisationen, dass die gewählten Vertreter des Volkes die Nöte und Sorgen ihrer Bürger wirklich kennen, entsprechend handeln und nicht deren Arbeit torpedieren.

Ein Negativbeispiel für eine transparente und nachvollziehbare Ausschreibung gibt es hier:
http://www.feuerwehrmagazin.de/nachrichten/news/mangel-bai-fahrzeug-nicht-mehr-einsatzbereit-26227

Was haltet Ihr von der Aktion der Piraten in NRW?
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Oberhausen: Rettungswagen bei Einsatzfahrt mit PKW kollidiert

Im Rahmen einer Einsatzfahrt fuhr ein Rettungswagen der Feuerwehr Oberhausen mit Blaulicht und Martinshorn nordwärts auf der Mülheimer Strasse. Beim Einfahren in den Kreuzungsbereich Essener Strasse bei Rotlicht kam es zur Kollision mit einem PKW. Weiterlesen

Pforzheim: Kleineinsatzfahrzeug der Feuerwehr bei Einsatzfahrt gerammt

Zuerst musste das so genannte Kleineinsatzfahrzeug der Berufsfeuerwehr Pforzheim mit Blaulicht und Martinshorn zu einem Notruf in der Rathaus-Tiefgarage eilen, dann mussten die Rettungskräfte ihre Fahrt auf der Hälfte der Strecke unfreiwillig abbrechen und selbst in der Feuerwehrzentrale einen Notruf absetzen. Ihnen war am Freitag um 10.35 Uhr auf der Kreuzung Zerrenner-/Goethestraße ein in Mannheim zugelassener Ford ins Feuerwehrauto gekracht. Weiterlesen

Leipzig: Feuerwehrfahrzeug bei Einsatzfahrt mit PKW kollidiert – 2 Verletzte

Auf dem Weg zu einem Brand im Leipziger Westen ist am Donnerstagmorgen ein Einsatzfahrzeug der Feuerwehr verunglückt. Der Wagen sei bei der Einsatzfahrt gegen 8.30 Uhr an der Kreuzung Merseburger Straße/Ludwig-Hupfeld-Straße mit einem Pkw kollidiert, teilte die Polizei mit. Die Einsatzkräfte der Westwache waren mit Blaulicht und Martinshorn zu einem Brand in der Gießerei Halberg Guss unterwegs, als der Unfall passierte.
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